|
Unsere Vereins-Chronik nach 1955 |
Chronik der
Ahrensburger Schützengilde e.V.
An jenem denkwürdigen Abend des 1. November 1955 treffen sich
einige tatendurstige Männer in einem Ahrensburger Lokal und befassen
sich mit den Gedanken, der Stadt Ahrensburg wieder einen
Schützenverein zu geben.
Dabei bleibt es vorläufig. Es wird jedoch beschlossen, sich wieder zu
treffen und zur nächsten Zusammenkunft noch weitere Interessenten
einzuladen.
Am 8. November 1955 um 20.00 Uhr sitzen in der Gaststätte ( Klaus
Groth - Straße / Sportplatz ) zehn Schützen in spe und warten auf den
Mann, den sie eingeladen haben. Walter Hauschildt - begleitet von
Josef Gerads - betritt den Raum. „ Jetzt kommt unser Präsident “ ,
schallt es aus dem Mund der Anwesenden, „ wir können unsere Gilde
gründen “. Nach kurzer Ansprache schreitet man zur Wahl. |
Walter Hauschildt wird 1. Vorsitzender, Josef Gerads zum 2.
Vorsitzenden gewählt. Schatzmeister wird Franz Petrusch und 1.
Schriftführer Richard Müller. Mit einstimmigen Beschluss wird der Name
„ Ahrensburger Schützengilde“ angenommen.
Nach der Versammlung findet ein erstes Luftgewehr-schießen bei
Salzwedel statt. Den ersten Schützenorden der Gilde, der aus den
Einnahmen dieses Schießens gekauft wird, erhält Heinz Runge.
Alle 14 Tage findet nun ein Luftgewehrschießen bei Salzwedel statt.
Zum 24.Januar 1956 wird die erste Jahreshauptversammlung der Gilde ins
Restaurant Salzwedel einberufen. Es sind 19 Mitglieder anwesend. Nach
den Vorstandswahlen wird eine Satzung beschlossen und einstimmig
angenommen.
Überlegungen werden angestellt, einen eigenen Schießstand zu schaffen.
Ideen werden geboren - und wieder verworfen. Geschossen wird trotzdem,
nämlich gegen Bezahlung auf dem Bargteheider Schießstand.
|
|
Dann ist es endlich soweit :
Als Ergebnis eines kräftigen Umtrunk`s am Biertisch des Forsthauses
Hagen stellt Alfred Klein der Gilde einen Platz neben dem Forsthaus
kostenlos zur Verfügung, der zur Errichtung eines Schießstandes bestens
geeignet ist. Anlässlich des Schützenfestes unserer Gilde im September
1956 wird der erste neue Schießstand der Gilde feierlich eingeweiht. Die
Zahl der Mitglieder steigt auf über einhundert.
Der Schießstand wurde vom Schützenbruder Alfred Klein in Erbpacht
übernommen. Der Vertrag war für 50 Jahre abgeschlossen.
Den Gründungsmitgliedern unserer Gilde gebührt große Dankbarkeit für
ihren Mut, ihre Beharrlichkeit und ihre Opferbereitschaft.
Am 23. Oktober 1956 wurde die Fahne der Ahrensburger Schützengilde
geweiht. Anfang 1957 war die Gilde ein Verein mit einer Sport - und
Jugendabteilung. |
Erster König im Jahre 1956 wurde Edmund Krohn, 1959 hieß der erste
Jungschützenkönig Siegbert Sobotke. Die Damen wurden nach hartem Kampf
im Vorstand ab 1963 zugelassen.
Dann spielte die „ Unglückszahl 13“ eine wesentliche Rolle. Der
Pachtvertrag wurde nach 13 Jahren gekündigt.
Bis 1973 durfte man noch im Waldgut Hagen schießen. Dann musste die
Gilde nach Bargteheide auswandern. Aufgrund des Pachtvertrages ( 50
Jahre ) erhielt der Ahrensburger Schützenverein nach zähen Verhandlungen
eine erhebliche Abfindung, die den Verein mit Hilfe der Stadt Ahrensburg
in die Lage versetzte, am Ostring neues Baugelände zu erwerben.
Die Grundsteinlegung konnte am 14. Oktober 1976 durch den derzeit
amtierenden König Heinz Runge vorgenommen werden. Die Einweihung der
Schießsportstätte fand am 25. Juni 1977 statt.
|
|
1980 wurde aus Anlass des
Jubiläums der 1. Bürgerschützenkönig ausgeschossen.
In den 80er Jahren wurde noch ein Luftgewehrstand gebaut. Dadurch hat
die Gilde jetzt 10 KK - , 19 LG - , 7 Pistole 25 m - , 1 Laufende
Scheibe 10 m Stand und einen Laufende Scheibe 50 m Stand.
Die jetzt über 200 Mitglieder können mittlerweile 14 verschiedene
Disziplinen auf der Schießsportanlage schießen.
Seit 1980 bestehen zwischen der Ahrensburger Gilde und der Königlich
Priviligierten Schützengemeinschaft Mitterteich ( Bayern )
freundschaftliche Kontakte. Dieser Kontakt kam damals durch Walter
Remstädt zustande. Die Ahrensburger haben aus Anlass des
80-jährigen Bestehens der Mitterteicher Schützen-gemeinschaft Nadeln
geschossen. Nach Erhalt der Nadeln schrieb Walter Remstädt den
Mitterteichern, dass die Ahrensburger Schützengilde sich freuen würde,
wenn ein persönlicher Kontakt zustande käme.
Im Herbst 1982 sind dann 48 Ahrensburger, darunter 16 Jugendliche, an
die deutsch - tschechische Grenze nach Mitterteich gefahren. Seit dem
ersten Treffen sind dann viele gegenseitige Besuche gemacht worden. |
Die Städte Ahrensburg und Ludwigslust hatten schon vor der Grenzöffnung
eine Städtepartnerschaft. Als es 1989 keine Grenze mehr zwischen Ost und
West gab, trat der Ludwigsluster Schützenverein an die Ahrensburger
Gilde heran, ob man nicht ein Vergleichs-schießen durchführen und
freundschaftliche Kontakte knüpfen könne. Gesagt - getan.
Die Ahrensburger Schützengilde hat sehr viele sportliche Erfolge zu
verzeichnen und sich im gesamten Norddeutschen Raum in schießsportlicher
Hinsicht einen Namen erworben. Zeugen dieser positiven Entwicklung sind
die Vielzahl von Auszeichnungen und Pokalen, die in unseren Räumen
ausgestellt sind. Außer zahlreichen Kreis - und Landesmeister-Titeln
haben sich auch einige Schützinnen und Schützen zur Deutschen
Meisterschaft qualifiziert.
Die Ahrensburger Schützengilde stellt außerdem insgesamt 10 Kreiskönige
bzw. Kreisköniginnen und einen Landeskönig. |
|
| Letzte Aktualisierung:
03. Sep 06 |
Copyright © Ahrenburger
Schützengilde |
|
|